Der Traum...
...vom eigenen Frettchen


Bild: (c) by Peter Sander


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Bild: (c) by Bernd J.


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Entscheidungshilfen
  1. Frettchen können bis zu 15 Jahre alt werden - bist du bereit, in dieser Zeit treu für sie zu sorgen?
  2. Frettchenhaltung kostet Geld: Neben den Anschaffungskosten für das oder die Tiere und die Grundausstattung fallen regelmässig Futter- und Tierarztkosten an. Hast du so viel Geld?
  3. Hast du genügend Platz für einen geräumigen Käfig?
  4. Frettchen müssen ständig frisches Futter und Wasser zur Verfügung haben. Kannst du das zweimal täglich kontrollieren?
  5. Kannst du die Katzentoilette(n) der Tiere täglich reinigen?
  6. Kannst du dich mehrere Stunden täglich mit den Tieren beschäftigen? Vernachlässigte Frettchen werden scheu und bissig.
  7. Kannst du den Tieren mindestens zwei Stunden pro Tag Freilauf gewähren? Die Tiere sind nicht für eine alleinige Käfighaltung geeignet.
  8. Frettchen sind neugierig und haben einen ausgeprägten Spieltrieb; sie können während ihres Freilaufs einiges Unheil an der Wohnungseinrichtung anrichten. Kannst du alles für den Freilauf frettchensicher machen?
  9. Frettchen haben - auch kastriert - einen Eigengeruch, der von manchen Menschen als unangenehm empfunden wird. Ist das o.k. für dich?
  10. Es kann sein, dass ein Frettchen auch mal zubeisst. Kannst du die eine oder andere Blessur verkraften?
  11. Hast du schon darüber nachgedacht, wer die Tiere versorgt, wenn du im Urlaub oder krank bist (und eine Lösung gefunden?!)?
Hast du alle Fragen mit JA beantwortet, so bist du bereit für ein Frettchen.

Frettchenkauf ist Jahreszeit-Abhängig

Die Ranzzeit (Paarungszeit) des Frettchens beginnt Mitte bis Ende Februar, Jungtiere im abgabefähigen Alter (8-10 Wochen) gibt es dementsprechend nur von Ende Mai bis Ende Juli. In dieser Zeit ist das Angebot an Frettchen am grössten.
Sollten dir im Spätherbst oder Frühwinter Welpen angeboten werden, solltest du diese nicht kaufen! Denn entweder liess der Züchter die Mutterfähe zweimal in einem Jahr decken, oder er hat sie den ganzen Sommer über immer wieder in die Ranz kommen und erst im Spätsommer decken lassen. Beides stellt eine enorme körperliche Belastung für das Tier dar und kann nur als Tierquälerei bezeichnet werden. Ansonsten sind die Tiere, die übers Jahr angeboten werden, schon älter, oder es handelt sich um erwachsene Frettchen.

Was ist beim Frettchenkauf zu beachten?
  1. Sich bei der Auswahl Zeit lassen. > Du musst jahrelang mit dem Tier leben.
  2. Sich auf keinen Fall ein Tier schicken lassen. > Versand ist Tierquälerei, die Herkunft ist ungewiss, und ihr habt keine Möglichkeit zur Auswahl.
  3. Wenn möglich, Frettchen direkt ab Züchter (oder Tierheim) kaufen. > Gewohnte Umgebung der Tiere, Kontrolle der Haltungs- und Zuchtbedingungen, Auswahlmöglichkeiten.
  4. Kontrolle der Haltungs- und Zuchtbedingungen. > Keine Tiere aus dunklen Garagen-, Keller- oder Hinterhofverschlägen und / oder unsauberer Haltung kaufen.
  5. Alter der Welpen beachten. > Zu junge Tiere werden kümmern und später eventuell Verhaltungsstörungen zeigen; Welpen, die ihren Bauch noch nicht vom Boden heben können oder laut nach der Mutter schreien, sind zu jung.
  6. Keine Welpen aus Massenzuchten kaufen. > Sie sind meist schlecht auf Menschen geprägt, bleiben häufig lebenslang bissig, besonders, wenn sie beim Kauf schon 10 Wochen oder älter sind.
  7. Keine Jagdfrettchen, Halbiltisse oder Iltisse kaufen > Häufig bissig und/oder scheu; das "gibt sich" später meist nicht, auch wenn das vom Züchter behauptet wird!

Checkliste: Käfig und Ausstattung

Käfig/Gehege: Mindestens 150 x 80 x 60 cm (Höhe x Breite x Länge). Schlafkiste: 30 x 30 x 30 cm mit Schlupfloch von 10-12 cm Durchmesser, mit aufklappbarem Deckel.
Nistmaterial: Alte Tücher oder Kleidungsstücke, kein Frotteestoff o.ä., in dem die Tiere sich die Krallen verhaken könnten.
Katzentoiletten: Eine für den Käfig, eine zusätzliche für den Freilauf.
Näpfe, Tränke: 2-3 Futternäpfe aus Ton oder Steingut, 1 Wassernapf oder 1 Nippeltränke, besser aber zwei.
Einrichtung: Lauf- und Klettermöglichkeiten, Durchschlupfmöglichkeiten, Röhren, Hängematten u.ä.
Spielzeug: Gekauftes oder selbstgemachtes, auch zweckentfremdetes. Vorsicht mit Weichkunststoff ( >Darmverschuss bei Verschlucken oder Zerkauen) und Papier- oder Plastiktüten ( >Erstickungsgefahr!)


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