Können Hunde Krebs erschnüffeln?



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Ist es möglich, Krebs mit Hilfe von Hunden schon im Frühstadium auf die Spur zu kommen?

Verschiedene Tests amerikanischer und britischer Wissenschaftler mit Urin- und Atemproben deuten darauf hin. Angeblich können Hunde Krebszellen an ihrem charakteristischen Geruch erkennen. Hundenasen sind Menschennasen weit überlegen. Mit ihrem extrem feinen Geruchssinn können Hunde nicht nur Drogen, Leichen und Lawinenopfer erschnüffeln, sondern angeblich auch Krebszellen: Diese produzierten laut einen Bericht der Londoner Zeitung "The Times" eine Chemikalie mit einem spezifischem Geruch.
Hunde sollen nun darauf abgerichtet werden, Krebsgeschwüre anhand des Geruchs schon im Frühstadium zu erkennen. Das wäre ein grosser Erfolg, denn im Frühstadium sind die Heilungschancen für Krebs besonders hoch.

Tests mit Urin- und Atemproben

Die Idee, Hunde auf Krankheiten anzusetzen ist nicht neu: In China wusste man schon vor 3.000 Jahren, dass Hunde mit ihrem extrem empfindlichen Riechorgan Krankheiten beim Menschen erschnuppern können. Wie das genau geschieht, ist noch unklar. Vielleicht bringen die neuen Tests amerikanischer und britischer Wissenschaftler Licht ins Dunkle.
Britische Forscher erzielten bei Tests mit Urinproben eine Erfolgsquote von 41 Prozent. In den USA läuft eine bisher noch unveröffentlichte dreimonatige Studie in der kalifornischen Pine Street-Klinik. Dort sollen Hunde Krebs an Atemproben erkennen.

Kirk Turners Experimente

Der in Südafrika lebende Amerikaner Kirk Turner hat sich ab 1999 auf das Krebstraining mit Hunden spezialisiert. Die bisherigen Testergebnisse stimmen ihn optimistisch. Jetzt trainierte er zweieinhalb Wochen eine Gruppe aus Pudeln, Labradors und portugiesischen Wasserhunden auf Atemproben: Aus einer Reihe von fünf Proben musste jeder Hund in wechselnder Versuchsanordnung Atemproben eines Patienten mit Brust- oder Darmkrebs erkennen. Diese Experimente wurden von einem polnischen Genforscher überwacht und gefilmt. Turner zufolge stehen die Testergebnisse kurz vor der Veröffentlichung in der amerikanischen Fachzeitschrift "Cancer". Turner ist davon überzeugt, dass die feinnasigen Spürhunde verschiedene Krebsarten und auch andere Krankheiten erkennen können. Der Trainer träumt davon, seine Hunde auch auf Aids oder Tuberkulose abzurichten.
Nicht nur Kirk Turner hatte einschneidende Erlebnisse, auch britischen Wissenschaftlern sind bisher sechs Fälle bekannt, in denen Hunde auf befallene Körperteile ihrer Besitzer reagierten. In allen Fällen wurden dort später Geschwüre festgestellt.


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