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Für viele Hunde ein Albtraum
Kennst du das?
Sobald du aus der Tür bist, beginnt dein Hund zu bellen und zu heulen und
an der Tür zu kratzen... Das Alleinbleiben ist für viele Hunde
ein Albtraum - doch manchmal lässt es sich nicht vermeiden. Ein Hund
sollte von Anfang an lernen, mit dem Alleinsein fertig zu werden. Mit Geduld
und Liebe kann man sogar älteren Hunden das Warten beibringen.
Alleinbleiben schrittweise lernen
Es ist ratsam, weder ums Weggehen noch ums Zurückkommen
viel Aufhebens zu machen. Gehe niemals zum Hund zurück, wenn er winselt
oder bellt!
- Der Hund lernt, innerhalb der Wohnung eine gewisse
Distanz zu ertragen, beispielsweise wenn er müde ist, auf seiner Decke und
nicht zu deinen Füssen zu schlummern. Tut er das nicht von sich aus, so
gewöhne ihn an eine Box.
- Gib dem Hund zunächst ein separates Zimmer,
während du in der Wohnung bist. Verhält er sich ruhig, belohnst du
ihn immer wieder durch Betreten des Raumes mit Streicheleinheiten oder
Leckerlis.
- Verlasse den Raum dann wieder. Beginnt er zu bellen
oder zu jaulen, so gehe kurz in das Zimmer und gibt ihm ein Kommando ("Ruhig"
oder "Aus"). Keinesfalls solltest du den Hund aus dem Zimmer nehmen, sobald er
bellt oder an der Tür scharrt.
- Ansonsten belohnst du dieses Verhalten und es wird
sich noch verstärken. Gib niemals dem Hund nach. Dies belohnt geradezu
sein Verhalten.
- Lobe und belohne ihn, wenn er sich richtig
verhält (leise ist)!
- Beim nächsten Schritt verlässt du die
Wohnung für kurze Zeit und dehnst diese Intervalle immer weiter aus. Du
musst dabei wirklich so tun, als ob du das Haus verliessest.
- Vor der Wohnungstür stehen zu bleiben ist
sinnlos, da der Hund seinen Besitzer durch die Tür am Geruch erkennt.
- Vor dem Gehen soll der Besitzer sich nicht
überschwänglich verabschieden, sondern z.B. nur sagen: "Der Hund muss
warten!"
- Auch die Begrüssung sollte neutral erfolgen,
am besten ist es, den Hund zunächst nicht zu beachten.
Hilfen zum Alleinsein
Hier einige Tricks, damit dem Hund das Alleinsein nicht so
schwerfällt:
- Ein von "Herrchen" oder "Frauchen" getragenes
Kleidungsstück ins Körbchen legen. Der vertraute Duft erleichtert das
Warten.
- Radio oder Fernseher bei Zimmerlautstärke
laufen lassen. ·
- Spielsachen dalassen, damit der Vierbeiner sich
auch alleine beschäftigen kann.
Wichtig:
- Fütter- und Auslaufzeiten möglichst wie
gewohnt beibehalten.
- Wenn der Hund sich kurz vor Verlassen der Wohnung
ausgetobt hat und müde ist, fällt ihm das Warten leichter.
- Beim Weggehen keine grossen Abschiedsszenen und
beim Zurückkommen keine allzu stürmische Begrüssung.
- Dafür zur Belohnung loben, streicheln und
spielen oder auch Gassi-Gehen und als Entschädigung für geduldiges
Warten gibt es noch einen Extra-Leckerbissen.
Zerstörungswut
Bei der Zerstörungswut ist es angebracht, den Hund, wenn man ihn
sozusagen "in flagranti" ertappt, zu bestrafen. Bei der Trennungsangst ist
hingegen eine Bestrafung kontraproduktiv, da der Erregungszustand dadurch noch
verschlimmert werden kann. In beiden Fällen gilt: "Immer, und nur wenn er
alleine gelassen wird, bekommt er seinen Lieblingskauknochen, ansonsten
vergreift er sich an Ungeeignetem."
Achtung: Keine
"richtigen" Knochen geben, die führen zu Verstopfung. Manche können
sogar splittern und den Darm aufschlitzen! |