 Bild: (c) by Nicole Raabe Mutter kurz vor der
Geburt
 Bild: (c) by Nicole
Raabe Maine-Coon-Kätzchen, 7 Tage alt
 Bild: (c) by Nicole Raabe Maine-Coon-Kätzchen, 10
Tage alt
 Bild: (c) by Nicole
Raabe Maine-Coon-Kätzchen, 12 Tage alt
 Bild: (c) by Nicole Raabe Maine-Coon-Kätzchen, 3
Wochen alt http://www.gujaniraas-mc.de
 Bild: (c) by Sigrid Starick Erwachsene
Maine-Coon |
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Werbung und Paarung
Eine rollige (paarungsbereite)
Katze läuft unruhig umher, frisst kaum, wälzt sich auf dem Boden und
miaut ununterbrochen. Der Kater muss nach einem strengen Ritual der Anziehung
und Abwehr um die Kätzin werben. Zeigt sich die Katze schliesslich zur
Paarung bereit, kommt es meist zu mehreren Deckakten, oft auch noch mit anderen
Katern.
Tragzeit und Geburt
- Wenn die neun Wochen dauernde Trächtigkeit
dem Ende entgegengeht, wird die werdende Katzenmutter rastlos und sucht
überall nach einem geeigneten Nest, in welches sie die Kätzchen legen
kann. Sie hält ausschau nach einem ruhigen, abgeschiedenen und trockenen
Platz. Im Haus hört man seltsame Laute aus Schranken und anderen Ecken und
Winkeln, wenn die Katze eine Vielzahl von Plätzen erforscht.
- Plötzlich, nach grossem Heisshunger,
schwindet ihr Appetit, und sie verweigert das Essen, was bedeutet, dass der
Augenblick der Geburt bevorsteht.
- Unkomplizierte und besonders "glücklich"
veranlagte Katzen gehen kooperativ in eine speziell vorbereitete Wurfbox,
ausgerüstet mit weicher, warmer Unterlage und leicht zugänglich
für eine menschliche Hebamme, falls eine solche benötigt werden
sollte. Andere Katzen lehnen das Bettnest, das ihnen angeboten wird,
eigensinnig ab und verschwinden im Schuhschrank oder in einem anderen
möglichst dunklen und abgelegenen Ort.
- Die Geburt ist normalerweise eine etwas
länger anhaltende Prozedur. Mit einem typischen Wurf von fünf
Kätzchen und einem typischen Abstand von dreissig Minuten zwischen den
einzelnen Jungen dauert dieser Prozess etwa zwei Stunden, wonach die Katze als
auch die Jungen völlig erschöpft sind.
- Einige Katzen gebären viel schneller - ein
Kätzchen pro Minute -, aber das kommt selten vor. Bei anderen dauert es
etwa eine Stunde von Kätzchen zu Kätzchen, aber auch das ist
ungewöhnlich.
- Nach der Geburt eines Kätzchens reisst die
Mutter die Embryohülle auf, mit der das Tierchen umgeben ist, säubert
sorgfältig Nase und Mäulchen des Neugeborenen, beisst die Nabelschnur
durch und frisst auch diese auf, frisst die Nachgeburt und säubert dann
das Kätzchen von oben bis unten. So geht das weiter, bis alle Jungen
geboren sind.
- Wenn die Kätzchen sich ein wenig erholt
haben, fangen sie an, eine Zitze zu suchen. Die erste Nahrung, die sie
erhalten, ist lebenswichtig, weil sie ihre Abwehrkräfte enorm stärkt.
Die Entwicklung der Jungen
1. bis 7. Tag: Die Kätzchen sind noch blind und
taub, aber behaart. Gewicht 70 bis 180 Gramm. Tastend finden die Jungen zu den
Zitzen und fangen an zu saugen, indem sie den Milchfluss durch Treteln mit den
Vorderpfoten anregen. Das Vertrauen der Mutter zum Menschen wird auf die Jungen
übertragen. 8. bis 12 Tag: Gewicht hat sich verdoppelt, Augen
öffnen sich. Schnurren beim Saugen. Gesteigertes Interesse an der Umwelt.
13. bis 20. Tag: Krabbeln und über den Kistenrand schauen.
Bewegungen zielstrebiger. Keine Angst vor vertrauten Menschen, fremde werden
angefaucht. 21. bis 25. Tag: Erste Schritte ausserhalb der Kiste,
tollpatschiges Spielen. Milchzähne wachsen. 3. bis 4. Woche:
Erste feste Nahrung, Benutzung des Katzenklos der Mutter abgeguckt. Die
Scheu vor Menschen wird durch Streicheln und Hochheben. 5. bis 6. Woche:
Springen und Klettern, Fangen und Jagen. Die Mutter bringt Beutetiere und
spielt mit den Kindern. 7. bis 8. Woche: Selbstständigkeit
wächst, auch wenn Kontakt zu Mutter und Geschwistern sehr wichtig ist.
Spiel mit dem Menschen festigt das Vertrauen zuihm. 3. bis 4. Monat:
Die Kätzchen können in ein neues Zuhause abgegeben werden. Vorher
impfen lassen.
Und wenn kein Nachwuchs mehr erwünscht ist...
Wissenswertes zur Kastration
- Kastration ist die Entfernung der Eierstöcke
bei der Katze bzw. die Entfernung der Hoden beim Kater. Sie wird ambulant vom
Tierarzt vorgenommen.
- Bester Zeitpunkt: Beim Kater kurz vor Erreichen
der Geschlechtsreife (mit ca. neun Monaten), bei der Katze nach der ersten
Rolligkeit (mit ca. sechs Monaten).
Die Kastration ist sinnvoll,
um:
- Die ohnehin schon grosse Anzahl herrenloser Katzen
nicht noch zu vergrössern;
- Um zu verhindern, dass der Kater markiert und
streunt
- Um zu verhindern, dass der Kater mit Nebenbuhlern
kämpft und verletzt wird.
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