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Fuchs
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Kurz
gesagt, weil sie geborene Junkies sind. Die Katzenminze, eine Pflanze aus der
Familie der Minzgewächse, enthält ein Öl namens Hepetalactone,
das auf manche Katzen eine ähnliche Wirkung hat wie Marihuana auf einige
Menschen. Wenn Katzen diese Pflanze in einem Garten finden, machen sie einen
etwa zehnminütigen Trip, bei dem sie vor Glück fast auszuflippen
scheinen. Das ist jetzt allerdings eine ziemlich am Menschen orientierte
Erklärung, denn davon, was im Kopf einer Katze vorgeht, haben wir keine
Ahnung. Aber wer die starke Reaktion auf Katzenminze einmal beobachtet hat,
weiss, dass das Tier wie unter Drogen oder in Trance versetzt wirkt. Diese
Reaktion gibt es bei allen Katzenarten - sogar Löwen -, nicht aber bei
jeder Katze. Es gibt viele, die nicht "trippen", und man weiss, dass dies
genetisch bedingt ist. Auch junge Katzen verschmähen es übrigens,
sich "high" zu machen. In den beiden ersten Monaten ihres Lebens meiden sie
Katzenminze, die Reaktion darauf tritt erst auf, wenn die Katzen mindestens
drei Monate alt sind. Danach bilden sich zwei Gruppen heraus: Eine, die
Katzenminze nicht länger aktiv meidet, sie aber behandelt wie jede andere
Pflanze; und die zweite, die wild wird, sobald sie mit Katzenminze in
Berührung kommt. Das Verhältnis der beiden Gruppen zueinander
beträgt etwa 50:50, mit einem kleinen Überhang zur positiv
reagierenden Gruppe. Die positive Reaktion geht etwa so vor sich: Die Katze
nähert sich der Katzenminze und schnüffelt daran, dann fängt sie
mit wachsender Verzückung an, daran zu lecken, hineinzubeissen, darauf
herumzukauen, wiederholt Wange und Kinn daran zu reiben, den Kopf zu
schütteln, sich mit dem ganzen Körper daran zu reiben, laut zu
schnurren, zu brummen, zu maunzen, sich herumzurollen und sogar
Luftsprünge zu vollführen. Auch Sauberlecken und Kratzen der Pflanze
wird manchmal beobachtet. Selbst die reserviertesten Katzen scheinen total
enthemmt zu werden durch die chemischen Bestandteile der Katzenminze und ihre
Wirkung. Katzenjunkies sind glücklich. Anders als viele Drogen bei uns
Menschen verursacht Katzenminze keine dauerhaften Schäden, und nach dem
zehnminütigen Koller verhält die Katze sich wieder völlig
normal, ohne jedes Anzeichen einer krankhaften Veränderung. Katzenminze
ist nicht die einzige Pflanze, die bei Katzen diese Reaktion hervorruft.
Baldrian bewirkt das gleiche, und es gibt noch verschiedene andere Pflanzen,
die auf Katzen eine starke Wirkung ausüben. Die erstaunlichste Entdeckung
in diesem Zusammenhang, die überhaupt keinen Sinn zu ergeben scheint, ist,
dass Katzenminze oder Baldrian, wenn sie Katzen zum Einnehmen verordnet werden,
beruhigend wirken. Wiese sie aufputschend wirken können bei äusserer
Anwendung und beruhigend bei innerer, bleibt ein Rätsel.
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