 Bild:
(c) by Maik Nendza
 Bild: (c) by Andreas Becker
 Bild: (c) by Andreas Wenning
 Bild:
(c) by Andreas Lau |
|
Hitzestau
Wenn sich das Thermometer jenseits der
25-Grad-Grenze einpendelt und die Sonne erbarmungslos niederbrennt, fühlen
sich nur doch eingefleischte Sonnenanbeter in ihrem Element. Unsere Haustiere
gehören in der Regel nicht zu dieser Gruppe. Fehlt ein kühleres
Schattenplätzchen oder ist die Frischluftzufuhr oder das
Trinkwasserangebot nicht ausreichend, entsteht in den kleinen Tierkörpern
ein Wärmestau, der dann rasch die Symptome eines Hitzschlags nach sich
zieht.
Hitzschlag-Symptome
Abgeschlagenheit, Unruhe oder Taumeln sind erste Alarmzeichen, die vom
Tierbesitzer sofortiges Handeln verlangen. Das Tier sollte in den Schatten
gebracht werden, besser noch in einen kühleren Innenraum. Frisches
Trinkwasser sollte angeboten und für Frischluft gesorgt werden. Bei
Krämpfen, Atemnot oder gar Be-wusstlosigkeit besteht akute Lebensgefahr.
Das Tier sollte mit feuchtkalten Tüchern bedeckt und schnellstmöglich
zum Tierarzt gebracht werden. Beim Transport sollte auf ausreichende
Luftzirkulation geachtet werden.
Wer ist
Hitzschlag-Gefährdet?
Hitzschlag-Gefährdet sind
vor allem ältere Hunde und Katzen, besonders wenn sie bereits ein
Herzleiden haben, sowie hochträchtige und ganz junge Tiere. Sie sollten
nicht der sengenden Mittagshitze ausgesetzt werden. Körperliche
Aktivitäten sollten auch bei robust erscheinenden Tieren auf die
kühleren Tageszeiten verlegt werden. Zu den häufigsten
Hitzeopfern gehören Kaninchen, Meerschweinchen und Ziervögel, deren
Käfige oder Freigehege im Laufe des Tages der vollen Sonnenbestrahlung
ausgesetzt sind. Der Käfigstandort muss so gewählt werden, dass
permanent eine natürliche Schattenquelle zur Verfügung steht. Die
handelsüblichen kleinen Schutzhäuschen aus Sperrholz sind als
alleinige Schattenspender nicht ausreichend. Erhöhte Hitzschlaggefahr
droht auch allen Tieren, die an heissen Tagen im Auto transportiert werden
müssen.
Vorsorgen besser als heilen
Autofahrten mit Haustieren erfordern daher sorgfältige
Vorbereitung. Längere Autofahrten sollten nur an den kühleren Tages-
oder Nachtzeiten gemacht werden. Ergänzt euer Reisegepäck um einen
ausreichenden Vorrat an Trinkwasser und mehrere, möglichst helle
Tücher, die bei Sonneneinstrahlung angefeuchtet wer-den und als kalte
Kompressen oder verdunstungsaktive Käfigabdeckung dienen können.
Vermeidet auch kürzere Transportfahrten, wenn der Wagen durch
längeres Stehen überhitzt ist und lasst euer Tier auch nicht für
kurze Zeit im geparkten Fahrzeug zurück. Offene Fensterspalten sind bei
hochsommerlichen Temperaturen kein ausreichender Klimaschutz.
Massnahmen bei Hitzschlag
- So viel frische Luft wie möglich (alle Fenster
auf, Tier aus dem Auto nehmen)
- Kühlung des Tieres mit kaltem Wasser oder
feuchtkalten Umschlägen (Tücher, nasse Decke, Schlauch, Badesee,
Badewanne etc.)
- Wasser trinken lassen (nicht zu kalt - aber besser
kaltes Wasser als gar keins)
- Tier ausruhen lassen
- Evt. Speiseeis zu fressen geben
So schnell wie möglich zum Tierarzt gehen!
|